Und unseren täglichen Hitler gib uns …


am 04.09.2015 veröffentlicht „Die Welt“ überraschend neue Erkenntnisse:

ein Jakob Saß schreibt:

Hitler hat die Rolle des Panzers nie verstanden

Die Blitzkriege der Panzer 1940 und 1941 überraschten die deutsche Führung. Warum Hitler dieser Waffe dennoch nur geringe Ressourcen zuwies, erklärt der Direktor des Deutschen Panzermuseums Munster.

http://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article146028054/Hitler-hat-die-Rolle-des-Panzers-nie-verstanden.html


einige interessante Kommentare, aber eben auch viel Schrott. Kein Wunder bei der tagtäglichen Berieselung durch das Betroffenheits-TV

> eben gesehen! Einige Beiträge von gestern, die rein sachlich waren, wurden zensiert. Der längst widerlegte  Betroffenheits- und Umerziehungsquatsch nicht. Das ist bundesdeutsche Meinungsvielfalt. <

ein Naja, z.B. Wissmann hatte immerhin (insgesamt) 143 Abschüsse, bevor es ihn selbst erwischte.

Wahrscheinlich meinte er Michael Wittmann, dessen Grabplatte vor einigen Tagen gestohlen wurde.

F.W.Seydlitz entgegnet ihm:

Ich habe mal versucht Panzerkommandanten mit 100+ Abschüssen zusammen getragen (unvollständig)
Fw Kurt Knispel – 168 (s.Pz.Abt. 503)
UstuFü Walter Schroif – 161 (2./s.SS-Pz.Abt. 102)
Otto Carius – 150+ (s.Pz.Abt. 502)
Johannes (Hans) Bolter – 139+ (s.Pz.Abt. 502)
HStuFü Michael Wittmann – 138 (s.SS-Pz.Abt. 101)
Uscha Oberhaber – 127 (s.SS-Pz.Abt. 102)
OStuFü Paul Egger – 113 (s.SS-Pz.Abt. 102)
Uscha Arno Giesen – 111 (8./SS-Pz.Rgt. 2)
OFä Heinz Rondorf – 106 (s.Pz.Abt. 503)
Fw Heinz Gartner – 103 (s.Pz.Abt. 503) Zensiert von „Die Welt“

ein Tatsächlich war der Krieg in dem Moment verloren, als Hitler ihn begonnen hat. Die Ängste und Sorgen der deutschen Generalität bei Kriegsausbruch haben sich am Ende eben doch bewahrheitet. Es hat nur länger gedauert, als die meisten erwartet hatten.

 F.W.Seydlitz entgegnet ihm:

Vielleicht hätte ja A.H. tatsächlich irgendwann mal von sich aus die Sowjetunion angegriffen, hat er den Bolschewismus – zum damaligen Zeitraum eine Mördermaschinerie mit Millionen Hunger- und Exekution-Toten und 20 Mio Menschen in Sklavenlagern (GULAG) – doch zurecht als Hauptfeind der Menschheit bewertet, aber außer schwammigen Aussagen in „M.K.“ und einigen Tee-Gesprächen gibt es dafür keine Belege. Dagegen war es seit 1917 erklärtes Ziel der Bolschewiki, die ganze Welt mit der proletarischen Revolution zu beglücken und Stalin präzisierte dass 1934 auf Westeuropa, zuerst Deutschland, und startete das weltgrößte Aufrüstungsprogramm und stellte die gesamte Volkswirtschaft in diesem Sinne um.
Jedenfalls erging der Angriffsplan „Barbarossa“ erst als Antwort auf die außenpolitischen Spannungen von Moskau provoziert und der massenhaften Konzentration zum Angriff aufgestellter Formationen der Roten Armee. (Stärkeverhältnis: Panzer 7:1, Flugzeuge 9:1, Soldaten 2,5:1)
Ziel war es, diese Armee zu vernichten und eine Linie zu erreichen, von der aus die Waffenproduktion mit Bombern gestört werden konnte. Kann man alles im Befehl „Barbarossa“ nachlesen.
Tatsächlich war der Feldzug von Anfang an verloren, weil niemand damit rechnete – dank der typisch kommunistischen Geheimhaltung und der Angst im eigenen Land – dass die Rote Armee viel stärker war, als geschätzt (lag hier evtl. eine bewusste Täuschung späterer Widerstandskämpfer vor?), dass die kommunistische Partei mit unbarmherzigem Terror gegen die eigene Bevölkerung vorging, um den Widerstandswillen zu stärken und dass die Rüstungsproduktion seit 1937 auf voller Kraft unter Einbeziehung der gesamten Volkswirtschaft lief. Ab 1940 war der 12 Stundenarbeitstag bei 7 Tagen die Woche Pflicht. Wer dagegen verstieß, kam ins GULAG, eine Konsumgüterproduktion gab es praktisch nicht mehr. Zensiert von „Die Welt“

 ein Hitlers Hund schreibt einen ganzen Artikel wirres Zeug …

F.W.Seydlitz entgegnet ihm:

einige Bemerkungen:
– ich glaube der Grafik, wonach die Sowjets nur wenig mehr als die deutschen Panzer hergestellt hätten, auch nicht. Hatte doch Sowjetrussland allein 1941 etwa 25.000 Panzer an der Front und stellte nach – fast immer nach unten „korrigierten“ – sowjetischen Angaben allein 1941-1944 >50.000 T-34 (>60.000 insgesamt) her – Deutschland dagegen nur knapp 6.000 Panther und keine 2.000 Tiger
– die Reichswehr trainierte den Panzerkampf zwar in Zossen? – ich dachte in der Döberitzer Heide, zumeist aber in der Sowjetunion, genau wie die Luftwaffe und chemische Kampfführung
– die ersten russischen Exemplare waren französische Nachbauten – keine Lizenzen (Renault)
– Hitler war es, der dem Sichelschnitt gegen den Widerstand der Generalität durchsetze, sehr wahrscheinlich, weil er gar keine Ahnung davon hatte …
– Guderian förderte, in enger Zusammenarbeit mit Hitler, die schnelle Truppe: motorisierte Infanterie, die in Stoßtrupptaktik im engen Zusammenwirken mit den Panzern angreift, Nahunterstützung durch Sturmgeschütze und als schwere Artillerie der Stuka – die nur Hitler unterstellte SS-Verfügungstruppe (spätere Waffen-SS) wurde genau dafür geschaffen – während die Wehrmachtsgeneralität eher auf Hotte-hü setzte
– der Generalplan Ost wurde überhaupt erst nach dem Angriff auf die Sowjetunion in Auftrag gegeben
– der Angriff auf die Sowjetunion erfolgte gegen eine hochgerüstete Rote Armee, die sich selbst auf einen Angriff vorbereitete und weit überlegen war (Panzer 7:1, Flugzeuge 9:1, Soldaten 2,5:1) ein Angriffsplan (Barbarossa) entstand erst, nachdem die Sowjets das Baltikum, Ostpolen und die Bukowina besetzten, Finnland angegriffen und erpresserisch weitere Gebiete z.B. in Rumänien forderten und immer mehr Truppen nahe der Demarkationslinie dislozierten
– Das Autowerk am Mittellandkanal gehörte nicht Ford. Einfach mal unter VW googeln

– und vielleicht noch zuletzt: Frankreich hat dem Deutschen Reich den Krieg erklärt und es hatte nicht nur die Maginotlinie – Frankreich hatte 2x mehr (wenn man die MG-Panzer abzieht) und viel schwerere Panzer als die Wehrmacht.

ein consultant schreibt, bringt abe einiges durcheinander, u.a. zeitliche Abläufe

F.W.Seydlitz entgegnet ihm:

Werter Consultant. Im Sommer 1943 standen nur wenige hundert Tiger und ein paar Dutzend Panther (zur Truppenerprobung) zur Verfügung.
Das Mittel gegen den T-34 war bis 1942 der P-III, der P-IV* das „Arbeitstier“, der Stuka, die Pak, die 8,8 und der Panzernahbekämpfer. Ab 1943 kamen Tiger und Panther hinzu, aber nur als Schwerpunktwaffe. Zusätzlich immer mehr Panzerjäger auf SFL. Es gibt ein Dutzend Tiger-Besatzungen mit 100+ Abschüssen.

*bei Prokherovka 12.7.43 kämpften knapp 120 P-IV und eine Handvoll Tiger gegen 750 Sowjetpanzer, der größte Teil T-34. Am Abend standen ~350 Sowjetpanzer brennend auf dem Schlachtfeld bei 2 ausgefallenen P-IV. Die Rolle des P-IV wird oft unterschätzt

ein treu gibt einen sachlichen Beitrag ab, meinte aber etwas vom „kleinen Korporal“

F.W.Seydlitz entgegnet ihm:

Volle Zustimmung, im Juli 1940 hat ihn niemand „Korporal“ genannt, da waren auch die späteren adeligen Widerstandskämpfer, frisch befördert und dem glänzenden Ritterkreuz stolz um den Hals, hell auf begeistert.
(Haben sie das mit dem Korporal nicht verwechselt? Meines Wissens wurde Napoleon „der kleine Korporal“, aber Hitler „der Gefreite“ genannt – wenn niemand in der Nähe war) Zensiert von „Die Welt“

meldet sich ein „Auskenner“ namens Pretorio und schreibt u.a.:  Dass Hitler (von Zeitgenossen gern GröFaZ genannt) in militärischer Hinsicht eine Niete …

F.W.Seydlitz entgegnet ihm:

die Bezeichnung „Größter Feldherr aller Zeiten“ kam durch die Propaganda nach dem Sieg über Frankreich im Juni 1940 auf. Sollte Hitler wirklich vor der Kapitulation in Deutschland wirklich „Gröfaz“ genannt worden sein, dann jedenfalls nur von einigen wenigen und auch nur hinter vorgehaltener Hand. Im Gegensatz zu einigen seiner Mitstreiter hatte er bis zuletzt eine sehr hohe Autorität. Zensiert von „Die Welt“

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