Strauss, Wehner, Brandt, Ulbricht … wer spionierte noch gegen Deutschland?

heute in der „Die Welt“

War Strauß im Zweiten Weltkrieg ein US-Agent?

Eine Veröffentlichung im Deutschlandarchiv der Zentrale für politische Bildung sorgt für Aufsehen. Demnach könnte der ehemalige CSU-Chef im Zweiten Weltkrieg als Agent für die USA tätig gewesen sein.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article146072331/War-Strauss-im-Zweiten-Weltkrieg-ein-US-Agent.html#disqus_thread

mit u.a.:

Strauß sei im Oktober 1944 „mit einer Gruppe von Offizieren der Luftverteidigung im Rahmen einer Inspektionsreise“ an die Schweizer Grenze gereist, habe diese heimlich überquert und im Grenzort St. Margarethen geheime Materialien zur Luftverteidigung, unter anderem „einen Luftverteidigungsplan von Würzburg“ und „Skizzen der Standorte der Flakbatterien“ an Agenten des OSS übergeben.

Was für eine mutige Tat, die den Flammen- oder Erstickungstod hunderttausender Zivilisten und die Zerstörung hunderter deutscher (Innen-)Städte zur Folge hatte. Denn die Kriegswirtschaft wurde nicht wesentlich eingeschränkt.

ein interessanter Kommentar von einem :

Ich finde das nicht sonderlich überraschend. Die USA standen nach dem Krieg vor dem Problem, wie sie dauerhaft die Kontrolle über Deutschland behalten sollten, ohne gleichzeitig als Feind wahrgenommen zu werden. Beim Aufbau des Marionettenstaates sind sie lediglich geschickter vorgegangen als der Sovjet. Strauß bot alle Voraussetzungen für einen brauchbaren Regierungsgehilfen. Er war intelligent, gebildet, mutig, gläubig, kommunikativ und sehr, sehr männlich. Das imponierte den Rekrutierungsoffizieren und so wurde er mit dem nötigen Geld ausgestattet, um seine Karriere zu starten. Ich glaube übrigens nicht, dass heutzutage solche Laufbahnen wesentlich anders beginnen, wie z.B. das Beispiel von Herrn Profalla zeigt. Lediglich die Mentoren sind andere. Waren es früher fremde Geheimdienste, so nehmen heute Lobbyverbände und reiche Familien auf diese Weise Einfluss auf die Geschicke unseres Landes. Es ist natürlich auch kein Zufall, dass zunächst die Tagebücher Himmlers, dann die Agententätigkeit von Hartmann Lauterbacher und jetzt diese Geschichte aus verschiedenen Archiven als Licht kommen. Dies gehört zur aufkommenden Souveränität eines Staates dazu, dass er auf die Schwarz-Weiß Malerei seiner Gründungsgeschichte allmählich verzichtet. Nur auf diese Weise können wir als Nation auch die Kraft entwickeln, um Flüchtlinge ehrlich und der Wahrheit verpflichtet in unser Land aufzunehmen. Das schulden wir der Welt schon deswegen, weil sie unserer Nation gegenüber die Gnade des Vergessens nach dem Krieg hat walten lassen.

wahrscheinlich verstand die Zensur nicht die Ironie 😉

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