„Die Deutschen fühlten sich als die Angegriffenen“

Heute in der „Die Welt“ bespricht eine herausragende Arbeit aus Groß Brittanien:

„Die Deutschen fühlten sich als die Angegriffenen“

Der Weltkrieg der kleinen Leute: Der Oxforder Historiker Nicholas Stargardt hat untersucht, wie die deutsche Bevölkerung den Zusammenbruch des Nationalsozialismus erlebte. Als kollektive Kränkung.

http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article146712122/Die-Deutschen-fuehlten-sich-als-die-Angegriffenen.html


aus allen Gesprächen meiner Verwandten, aus den Feldpostbriefen unserer Sippe, hörte ich genau das und sie waren davon überzeugt. Unsere Sippe hatte 3 Jungen im Feld,

Nicholas Stargardt, Professor für moderne Geschichte an der Universität Oxford, stellt sein neues Buch „Der deutsche Krieg 1933–1945“ im Interview vor. Wie immer, sind auch hier die Kommentare das Interessanteste.

So schreibt ein treu u.a.: »Der Angreifer ist derjenige, der seinen Gegner zwingt, zu den Waffen zu greifen«
(Friedrich II. der Große, König von Preußen)
Nach der Kriegserklärung Frankreichs und Großbritanniens an Deutschland fühlte man sich berechtigt als Angegriffene und sich zu recht als jemand, der sich zur Wehr setzen mußte. Und das, obwohl selbst Hitler keinen Krieg mit GB wollte und es 1939 zum Zeitpunkt der Kriegserklärungen keine Planungen für einen Krieg gegen Frankreich gab

H.J.v. Ziethen antwortet ihm: *

Deutschland, umringt von anderen Großmächten und keineswegs friedlichen, war Jahrhundertelang die angegriffene und von feindlichen Mächten aufgeteilte und in sich entzweite Nation. Hätte es sich nicht 1871 zusammen geschlossen, hätte es womöglich auch keinen zweiten Dreißigjährigen Krieg gegeben. Die Frage ist nur, wie lange man eine selbstbewusste Nation – deren Selbstfindung nicht mit dem Nationalsozialismus sondern mit dem Kampf gegen Napoleon (1806-1815), auf der Wartburg 1817, in Hambach (1832) … 100 Jahre zuvor begann, hätte devot halten können.
Preußen, an der Spitze Deutschlands, brachte erstmals 43 Jahre Frieden in Mitteleuropa und hat sich durch Handel, Erfindungsreichtum und wissenschaftlich-technische Errungenschaften den „Platz an der Sonne“ verdient. Der „Militarist“ Wilhelm II. war mit 26 Jahren Regentschaft ein Friedenskaiser + 4 im Verteidigungskrieg. Zu einer Zeit, als seine Cousins und die französische Republik auf der ganzen Welt Kriege führten Zensiert von „Die Welt“

ein Theo schreibt u.a.: Ein bemerkenswert sachliches Interview.

H.J.v. Ziethen antwortet ihm:

Zustimmung! Erstaunlicherweise müssen solche Meinungen immer von außen kommen, so als ob sich in Deutschland kein Historiker trauen würde, das Ergebnis des Zusammenzählens von 1 + 1 klar als 2 zu veröffentlichen.

ein antwortet darauf:

Zustimmung! Die gezielten Vorbereitungen vor allem Großbritanniens, Deutschland in einen Weltkrieg zu verwickeln und es mit dem von vornherein geplanten Kriegseintrittes der USA zu besiegen, werden bei der Beleuchtung der Gründe für den Kriegsausbruch zumindest dem deutschen Publikum wohlweislich ausgeblendet. So wird beispielsweise zwar gerne der englisch-polnische Beistandsvertrag vom 25.8.1939 zitiert, der den Schutz GBs für Polen gegen „eine europäische Macht“ unterstreichen soll, jedoch nicht der Vertragsannex zu diesem Vertrag, der in Art. 1a bestimmt, daß der englische Beistand nur gelte wenn die Polen angreifende „europäische Macht“ Deutschland ist. Wer nachlesen will: einfach googeln nach „Agreement of Mutual Assistance between the United Kingdom and Poland.-London, August 25, 1939 as european power is to be understood Germany“.

Erwähnung verdient in diesem Zusammenhang auch das Vorgehen des englischen Geheimdienstes, der in Vorbereitung der Ereignisse die polnische Führung durch gezielte Falschinformationen zu einer Teilmobilmachung im März 1939 veranlaßt hatte, um die Verständigungsangebote Deutschlands an Polen zu sabotieren und den politischen Ausgleich zwischen beiden Staaten im Hinblick auf die zu diesem Zeitpunkt schon längst absehbare sowjetische Bedrohung zu verhindern. Speziell Churchills erfolgreiche Bemühungen und die seiner Regierung um die USA ab 1940 zur Kriegsteilnahme gegen Deutschland einzuschwören, hat der liberale US-Historiker Ralph Raico in aller bedrückenden Deutlichkeit in seinem Buch „grat wars and great leaders“ beschrieben.

  • 2. Versuch:

Friedrich II., ehrgeiziger Herrscher über ein kleines Ländchen mit langen Grenzen und gierigen Nachbarn meinte auch: „Angriff ist die beste Verteidigung!“ – geht’s gut, siehe Israel, gehört man zu den Guten, wenn nicht, dann nicht …

Deutschland im 19. Jahrhundert, umringt von anderen Großmächten und keineswegs friedlichen, war Jahrhundertelang die angegriffene und von feindlichen Mächten aufgeteilte und in sich entzweite Nation. Hätte es sich nicht 1871 zusammen geschlossen, hätte es womöglich auch keinen „Zweiten Dreißigjährigen Krieg“ (nach Churchill) gegeben. Die Frage ist nur, wie lange man eine selbstbewusste Nation – deren Selbstfindung nicht mit dem Nationalsozialismus, sondern mit dem Kampf gegen Napoleon, auf der Wartburg, in Hambach … 100 Jahre zuvor begann, hätte davon abhalten können.
Preußen, an der Spitze Deutschlands, brachte erstmals 43 Jahre Frieden in Mitteleuropa und hat sich durch Handel, Erfindungsreichtum und wissenschaftlich-technische Errungenschaften den „Platz an der Sonne“ verdient. Der „Militarist“ Wilhelm II. war mit 26 Jahren Regentschaft ein Friedenskaiser + 4 im Verteidigungskrieg. Zu einer Zeit, als seine Cousins und die französische Republik auf der ganzen Welt blutige Eroberungs- und Kolonial-Kriege führten wartet auf Freigabe

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