Battle of Prokhorovka 12. Juli 1943

zuvorderst, in Deutschland eher unter dem Namen „Kursker Schlacht“ bekannt, obwohl das Gefecht bei Prokherovka (Prochorowka – je nach Schreibweise) nur ein Untergeordnetes der Operation „Zitadelle“ war.
Diesem Gefecht wurde von deutscher Seite niemals diese Bedeutung beigemessen, wie sie später in der Geschichtsschreibung erfuhr … Für die deutsche Panzerwaffe, war es eines der vielen Gefechte gegen einen zahlenmäßig weit überlegenen Panzerfeind, welches sie im Verlaufe des Krieges führte

prochorowka(Das russische Denkmal zeigt zwei zerstörte deutsche Tiger-Panzer, die von zwei sowjetischen T-34 überrollt werden und steht auf dem ehemaligen Schlachtfeld in Russland. vorab – hier ging kein Tiger-Panzer verloren)

In die Geschichte der Sieger, die 1:1 in deutsche Schulbücher aufgenommen wurde, ging dieser Tag ein als der Tag des „Niedergangs der deutschen Panzerwaffe“, der Tag des „Schwanengesangs der Schöpfung Guderians“, als am 12. Juli 1943 das II. SS-Panzerkorps mit der 5. sowjetischen Gardepanzerarmee zusammen stieß.
Am Abend des 12. Juli, so der politisch-korrekte Tenor, lag die deutsche Panzerwaffe brennend in der russischen Steppe und die ruhmreiche Sowjetarmee stürmte weiter vor in Richtung des Herzens der faschistischen Bestie …
Soweit die offizielle Version, auch von den Nationalmasochisten Knopp im ZDF, Kellerhoff in der Welt u.v.a. vertreten …

Doch was passierte wirklich?

Am Morgen des 12. Juli war für das II. SS-Panzerkorps, bestehend aus etwa 200 Kampfpanzern, davon vielleicht 25 einsatzbereite schwere Panzer VI „Tiger“, welches seit mehreren Tagen erfolgreich durch die sowjetischen tiefgestaffelten Verteidigungslinien brach, Ruhe angesagt. Aber im Stab von Obergruppenführer Paul Hausser schrillten die Telefone. Die Aufklärung meldete, dass sich etwa 750 sowjetische Panzer unter Marschall Rotmistrow zum Gegenangriff formierten.
Sofort stieg ein Schlachtfliegergeschwader, hauptsächlich aus Stukas unter Hans-Ulrich Rudel, dem höchstdekorierten Soldaten der Deutschen Wehrmacht, bestehend, auf und griff den Verband an. Es gelang ihm, etwa 150 anrollende sowjetische Panzer bereits im Anmarsch zu zerstören.
Als sich die sowjetischen Panzer den deutschen Stellungen näherten, stießen sie auf eine eingespielte Kameradschaft von SS-Panzergrenadieren, die lila Rauchpatronen – das Zeichen für Panzerwarnung – zündeten und wurden bereits hier mit Nahkampfmitteln bekämpft …

Vom Gegenangriff überrascht wurden die Panzerabteilungen der Divisionen 1 – SS-„Leibstandarte“, 3 – SS-„Totenkopf“ und 2 SS-„Das Reich“. Die Panzerabteilung der SS-„Leibstandarte“ geriet in die rücksichtslos vorpreschenden Rudel der Sowjetpanzer und rollte einfach mit diesen mit, nach rechts und links schießend (siehe Erlebnisbericht des Sohns Rudolf des damaligen Reichsaussenministers v. Ribbentrop) … ein anderer Teil der Sowjetpanzer stieß auf einen eigenen Panzergraben, konnte diesen nicht überwinden und fuhr auf der eigenen Seite kopflos hin und her, ein ideales Ziel für die deutschen Panzerabwehr …
Am Abend brannten etwa 350 Sowjetpanzer auf dem Schlachtfeld, 10.000 Sowjetsoldaten waren tot oder verwundet.
Die Deutschen verloren 3 Panzer – davon nicht einen einzigen Tiger – und etwa 500 Mann …
Die Kursker Schlacht, obwohl deutscherseits erfolgreich, wurde nicht fortgeführt. …

Warum?

Weil die Amerikaner auf Sizilien landeten und Hitler die Leibstandarte nach Italien befahl.

Mehr auf https://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Prokhorovka – die deutsche Wiki-Seite ist unzuverlässig, die russische gibt sogar detailliert die Zusammensetzung der Einheiten an